Dieser Workshop bietet einen Überblick über Entwicklungstraumata aus der Perspektive des neuroaffektiven Beziehungsmodells und bringt den Teilnehmer*innen die Grundzüge des theoretischen und klinischen Ansatzes von NARM nahe.
NARM verknüpft psychodynamische und somatischorientierte Ansätze zur Behandlung von Entwicklungstrauma. Mit dem der Konzeption und der Methodik innewohnenden Verständnis der funktionalen Einheit von biologischer und psychologischer Entwicklung arbeitet NARM mit frühen Mustern von Bindungsverlust, die unsere Identität, unsere Emotionen, unsere Physiologie, unsere Beziehungen und unser Verhalten tief beeinflussen.
Die Vorgehensweise ist ressourcenorientiert, nicht-regressiv, nicht-kathartisch und nicht-pathologisierend. Das gleichzeitige Arbeiten mit diesen verschiedenen Aspekten auf der körperlichen wie psychologischen Ebene menschlichen Seins ist eine bedeutsame Perspektivenerweiterung für die Arbeit mit Beziehungs- und Bindungstrauma.
Themenschwerpunkte
- die wechselseitige Beziehung von Nervensystem, Dysregulation und Identitätsverzerrung
- die fünf biologischen Grundbedürfnisse und deren entwicklungspsychologische Bedeutung
- die Funktion von adaptiven Überlebensstrategien bei nicht erfüllten Grundbedürfnissen
- die fünf adaptiven Überlebensstrategien in NARM, ihre entsprechenden Identitätsverzerrungen und wie sie das Leben von Erwachsenen beeinflussen
- die Arbeit in der Gegenwart, die Bedeutung dualen Gewahrseins und somatischer Achtsamkeit
- die implizite Absicht von Emotionen und deren psychobiologische Vervollständigung
- die vier Säulen der Prozessarbeit
- der NARM-Heilungskreislauf und die Integration top-down und bottom-up
- Orientierung: das 2-jährige NARM™-Training
Methodik
- Präsentationen
- praktische Übungen in Kleingruppen
- Selbsterfahrung
- Demo-Sitzungen
- Fragen und Antworten
- Diskussion